Neue Gesundheitskonzepte und der Paradigmenwechsel in den Wissenschaften
 
Ganzheitliche Gesundheitskonzepte erfordern neue Perspektiven in der Naturwissenschaft
 
In den letzten Jahrzehnten haben wir die Entstehung einer Gesundheitsforschung erlebt, die aus der sozialmedizinischen und der psychosomatischen Bewegung sowie aus der humanistischen bzw. transpersonalen Psychologie hervorgegangen ist. Sie ist vor allem durch die Entwicklung eines neuen Gesundheitskonzeptes gekennzeichnet, das nicht mehr, wie die traditionelle krankheitszentrierte (pathogenetische) Betrachtung, das reibungslose Funktionieren des Körpers und die Vermeidung bzw. Behebung von Krankheit in den Vordergrund stellt, sondern die Frage nach den Faktoren, die die Gesundheit schaffen bzw. erhalten (Antonovsky, 1979, 1987; Dossey, 1991, 1999; Gawatz & Novak, 1993; Göpel & Schneider-Wohlfahrt, 1995; Lutz & Mark, 1995; O‚ÄôRegan, 1983; Pelletier, 1979, 1983,1994). Die moderne Gesundheitsforschung kommt zum Schluß, daß für die Gesundheit nicht nur biologisch-materielle, sondern auch psychologisch-emotionale, soziale und Umweltfaktoren, und schliesslich ganz wesentlich auch spirituelle Faktoren, wie die gesellschaftliche und individuelle Sinngebung, eine Rolle spielen. Gesundheit muß letztlich als ganzheitliche Lebensqualität beschrieben werden und kann nicht vollständig mit den traditionellen biologischen und psychologischen Begriffen definiert werden (Bischof, 1999c)
 
Copyright 2000 By Marco Bischof
 
Gekürzt veröffentlicht unter dem Titel "Gesundheit als Lebensqualität - Ganzheitliche Gesundheitskonzepte erfordern neue Perspektiven in der Naturwissenschaft" in der Zeitschrift "Zukünfte", Jg.9, Heft 32 (Sommer 2000), S.29-33 Link: http://www.zukunftsforschung.de

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